Gedenkweg

Der Gedenkweg führt mit einer Länge von ca. 30 km durch die Gemeinden Langenstein, Luftenberg, Steyregg/Ortschaft Pulgarn, Engerwitzdorf/Ägidikircherl am Hohenstein, St. Georgen/G., Ried/R. und weiter nach Mauthausen zum KZ. Ausgangspunkt dieses Weges ist das Memorial Gusen, Gemeinde Langenstein, das im Gedenken an die Opfer und Grausamkeiten des 2. Weltkrieges von der Republik Österreich errichtet wurde. 
Die Idee zur Errichtung dieses Gedenkweges entstand vor einigen Jahren im Zusammenhang mit der berühmten „Hasenjagd“ (Ausbruch der Häftlinge aus dem KZ Gusen), deren Route teilweise durch die erwähnten Gemeinden führte.
Besichtigungsobjekte aus dem 2. Weltkrieg befinden sich auf diesem Gedenkweg oder in der Umgebung in der:

  • Gemeinde Langenstein: Memorial Gusen (in Gusen gab es 2 Nebenlager des KZ Mauthausen)
  • Gemeinde St. Georgen/G.: Stollenanlage, in der während des 2. Weltkrieges Flugzeuge vom Typ Me 262 gebaut wurden
  • Gemeinde Ried/R. - Ortschaft Lungitz: Gedenkstein über die „Hasenjagd“
  • Gemeinde Mauthausen – Konzentrationslager aus dem 2. Weltkrieg

 

Pfarrweg

Der Pfarrweg mit einer Länge von zirka 25 km wurde im Pfarrgebiet der 3 Gemeinden angelegt. Ein Teil davon ist gemeinsam mit dem Marktweg der 20-km-IVV-Wanderweg. Wenn Sie diesen Pfarrweg wählen, so lernen Sie dabei die verschiedenen Ortschaften und auch schöne Landschaftsteile in der Pfarre kennen. Interessant ist dieser Wanderweg auch deswegen, weil er das typische Mühlviertler Hügelland aufzeigt. Als besondere Attraktion im Bereich des Pfarrweges sind das Biotop (Naturdenkmal) im Weingraben und das romantische Gusental zu erwähnen.

Beginnend bei der Schleppbahntrasse im Bereich Wimming erreichen Sie dabei die Aufelder und anschließend kommen Sie über den Hintberg nach Statzing. Von dort aus führt der Weg über Gröbetsweg nach Knierübl und Forst. Über den Weingraben gelangen Sie nach Schörgendorf, weiter zum Gusental und über den Kruckenberg Richtung Frankenberg. Den Abschluss findet diese Wanderrunde über die Ortschaft Gusen und auf der Schleppbahntrasse zurück zum Ausgangspunkt.

 

Sagenweg

Entlang des „Sagenweges“ liegen einige Punkte, die von schaurigen Ereignissen mit Teufeln und Hexen, von Unbilden der Natur, persönlichem Leid und menschlichen Schwächen erzählen.

Der Sagenweg mit einer Länge von ca. 13 km beginnt bei der Sportanlage in Statzing. Hier soll sich in grauer Vorzeit die Geschichte vom versunkenen Kirchlein zugetragen haben. Heute erinnert nur mehr ein kleines Sumpfgebiet an den „See zu Statzing“.

Der Weg führt weiter entlang der Pleschinger Landesstraße Richtung Abwinden über den Reschen- und Erletweg zur Reichenbachbrücke, wo er mit dem von Langenstein kommenden Gedenkweg zusammentrifft. Entlang des Donau-Altarmes führt der Weg am Kugelfelsen vorbei, wo sich die verhängnisvolle Begegnung zwischen den Schiffsleut und dem Teufel zugetragen haben soll. Weiter geht es dann rund um den Luftenberg, wo oberhalb des Meierhofes der Teufelsbrunnen liegt. Die Geschichte um den Teufelsbrunnen kann auf der Texttafel beim Brunnen nachgelesen werden.

Das letzte Stück des Sagenweges führt durch die Siedlungen Luftenberg und Kutzenberg Richtung Pürach zurück zum Ausgangspunkt bei der Sportanlage.

 

Marktweg

Der Marktweg (zugleich auch 10-km-IVV-Wanderweg) bietet Ihnen verschiedenste Ansichten vom Ortskern und auch einen tollen Ausblick in das Alpenvorland. Dieser Weg beginnt im Bereich des Sportzentrums und führt rund um den Marktkern von St. Georgen/Gusen. Aufgrund der Topografie hat der Wanderer eine gute Einsicht in das im Tal liegende Marktzentrum.

Der Wanderweg ist so angelegt, dass die Route über die ehemalige Schleppbahntrasse (ein Relikt aus dem 2.Weltkrieg) zur Bahnhofstraße und Richtung Brunnenweg führt. In diesem Bereich befindet sich unterirdisch eine große Stollenanlage aus der Kriegszeit. Sie wandern über den Bereich „Am Kregl – Am Kögel“ weiter zur Volksschule und es führt der Weg anschließend Richtung Oberer Markt. In weiterer Folge erreichen Sie die Siedlungsgebiete „Trog“ und „Retzhang“. Sie wandern weiter bis zum Beginn des Gusentals (Knollmühle), wo Sie über den Gusensteg zur Freibadeanlage (In der Au) und weiter zum Staffelberg gelangen. Von dort aus kommen Sie über den Mosberg in den Derntlgraben, anschließend nach Frankenberg und zur Stacherlsiedlung. Hier gelangen Sie über den Binderweg wieder in den Talkessel, wo Sie über die Untere Breiten zur Gewerbestraße wandern. In diesem Bereich führt Sie der Wanderweg wieder auf der Schleppbahntrasse zum Ausgangspunkt zurück.

 

Auseeweg

Der Rundweg um den Ausee mit einer Länge von ca. 10 km beginnt und endet beim Parkplatz der Reichenbachbrücke in Abwinden. Er führt über die Reichenbachbrücke durch das wunderschön gelegene Naherholungsgebiet beim Donaukraftwerk Abwinden-Asten in Richtung Hohenlohe-Ausee.

Der Hohenlohe-Ausee ist ein ca. 20 ha großer, bis ca. 9 m tiefer Grundwassersee, der ab 1969 durch Schotterabbau entstanden und von Auwald umgeben ist. Der beliebte Badesee befindet sich auf Luftenberger Gemeindegebiet und bietet im Sommer eine Reihe von Sport- und Freizeitmöglichkeiten wie Wasserski, Beachvolleyball, Sprungturm, Kinderrutsche, Restaurant etc. In der Nähe des großen Campingdorfes befindet sich auch eine idyllisch gelegene Kapelle, in der regelmäßig Abendmessen und Andachten abgehalten werden.

Etwa auf halber Strecke des Rundweges steht der im Juni 2006 von Frau Prinzessin Anna Elisabeth zu Hohenlohe-Öhringen errichtete 3-Bezirke-Stein, der den Grenzpunkt der Bezirke Perg, Linz-Stadt und Linz-Land bildet.

Der Rückweg führt über die Kraftwerksbrücke entlang der Donau zum Ausgangspunkt in Abwinden, wo der Sagen- und Gedenkweg anschließen.

 

Planetenweg/Spilbergrunde

Der ca. 9 km lange, hügelige Planetenweg wurde vom Heimatverein Langenstein durch begeisterte Hobbyastronomen ins Leben gerufen. Die neun Planeten Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun, Pluto wurden von diesem Verein so aufgestellt, dass sie in einem Maßstab von 1:2800000000 die Entfernung von der Sonne (sie ist der Ausgangspunkt beim Heimathaus in Gusen) darstellen. Der letzte Planet Pluto befindet sich beim Gasthaus Ost. Außerdem sind entlang der Wanderroute sehr viele Kleindenkmäler (Kapellen, Bild- und Kreuzstöcke) zu sehen. Eine besondere Sehenswürdigkeit auf diesem Weg ist das „Frankenberger Kircherl“ (Bauernkriegsdenkmal - direkt beim Planeten Uranus) und es erwartet Sie dort ein grandioser Aus- bzw. Weitblick ins Alpenvorland.

Wer eine größere Runde wandern möchte, kann an den Planetenweg die Spilbergrunde (ca. 4 km) anhängen. Der Einstieg in diesen Weg ist in der Ortschaft Langenstein gegenüber der Trafik. Die Wanderroute führt über flaches Augelände zum Biotop Schustergraben, weiter zur Ruine Spilberg (ehemalige Wasserburg), dem Berglitzl (Ausgrabungs- und Opferstätte, die in die Altsteinzeit zurückreicht - bei gewünschter Besichtigung bitte unbedingt vorher den Besitzer Seyer fragen) im Dorf Gusen und schließlich zum Ausgangspunkt des Gedenkweges, dem Memorial Gusen.

 

Audioweg

Der Audioweg führt Sie zu den historischen Punkten aus dem 2. Weltkrieg. Der Weg beginnt beim Memorial in Gusen und verläuft im Bereich der ehemaligen Lager Gusen, dann über die Schleppbahntrasse nach St. Georgen/G. bis zum Eingang der einstmaligen Stollenanlage „Bergkristall“.

Wer diesen Audioweg benützt, kann über Kopfhörer (werden beim Memorial und im Gasthaus Pree ausgegeben) eine Toncollage aus Geräuschen und Stimmen von Überlebenden der Konzentrationslager Gusen, von Zeitzeugen aus der Region, von heutigen Bewohnern und von ehemaligen Wachsoldaten oder SS-Angehörigen in den Lagern, hören. Dieser Audioweg ermöglicht eine offene Auseinandersetzung mit der regionalen NS-Geschichte, mit der sich in St. Georgen und Umgebung zahlreiche Menschen seit 20 Jahren sehr offensiv befassen.

 

Donau-Höhenrundwanderweg

Als überregionaler Wanderweg führt der Donau-Höhenrundwanderweg durch die 3 Pfarrgemeinden, von Pulgarn über den Forst und weiter nach St. Georgen/Gusen, Frankenberg und Kruckenberg weiter nach Mauthausen.

Hinweis: Größere Wandergruppen, die im Bereich des Augebietes (den Gedenkweg oder die Spilbergrunde benützen wollen) sollen sich zeitgerecht mit dem Grundbesitzer Krassay in Verbindung setzen.